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Der Gewöhnliche Löwenzahn

(Taraxacum sect. Ruderalia; früher Taraxacum officinale L.)

 

Dies ist das erste Kraut der WIR NOI NEWS Serie: Kräuter begleiten dich das ganze Jahr in Zusammenarbeit mit Alexia Zöggeler vom Teehaus Arteemis in Lana.

Der Löwenzahn ist eine widerstandfähige Pflanze, perfekt für eine Frühlingskur geeignet und jeder von uns kennt sie. Sie ist nicht nur gesund, sondern auch von der Wurzel bis zum Samen essbar.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Löwenzahns

  • die allgemein verdauungsfördernden Bitterstoffe,
  • das harntreibende Kalium und
  • das lebenswichtige Vitamin C in den frischen Blättern;
  • das darmstärkende Inulin und
  • das leberreinigende Taraxacin in den Wurzeln.

 

Anwendung der Blätter

Foto: Alexia Zöggeler

Angewendet wird diese Heilpflanze als Aufguss (Tee) bei Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei Störungen im Bereich des Gallenabflusses.

SPANNEND: Ausserdem wirkt der Löwenzahn harntreibend, ohne Mineralstoffe auszuschwemmen, wie es herkömmliche Arzneimittel tun. Löwenzahn versorgt den Körper nämlich gleichzeitig mit wichtigen Mineralstoffen, besondes mit Kalium.

 

Herstellung des Tees

Ein Tee aus den frischen oder getrockneten Blättern mache ich so:

1 gehäuften Teelöffel mit 200 ml kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Diesen Tee trinke ich dann schlückchenweise. Natürlich kann man auch eine Teekur für 2-3 Wochen machen.

 

Anwendung der Wurzeln

Foto: Alexia Zöggeler

Im Herbst enthalten die Wurzeln besonders viel Inulin (bis zu 40%), ein Ballaststoff, der das perfekte Futter für unsere Darmbakterien ist und für eine gute Darmflora sorgt, was wiederum für unser Immunsystem sehr wichtig ist.

Inulin aktiviert ausserdem unsere Verdauung und senkt nachweislich den Blutzuckerspiegel.

Im späten Winter geerntete Wurzeln haben weniger Inulin, dafür aber einen höheren Taraxacin-Gehalt, einem Bitterstoff, der als Verdauungshelfer von Blähungen bis Verstopfung gilt.

Auch für eine Leberreinigung eignet sich die Löwenzahnwurzel sehr gut, weil sie den Gallenfluss sanft anregt, den Fettstoffwechsel verbessert und Gallensteinbildung vorbeugt. Die Leber, als unser wichtigstes Entgiftungsorgen wird in der Schadstoffausleitung unterstützt. Hier kann ein Tee, ein Pulver oder ein Extrakt verwendet werden.

 

Einnahme von Löwenzahnwurzelextrakten

Bei Einnahme von Löwenzahnwurzelextrakten – die es auch zu kaufen gibt – konnte eine wachstumshemmende Wirkung von Brust- und Prostatakrebszellen aber auch bei Leberkarzinom, Leukämie- und Bauchspeicheldrüsenkrebszellen nachgewiesen werden.

 

Gegenanzeigen!

Der Löwenzahn ist nicht bei Gallensteinleiden sowie Verschluss der Gallengänge ratsam, natürlich genausowenig bei einer Allergie gegen Korbblütler.

 

Mein Motto: Gesundheit kann auch schmecken!

Das versuche ich so oft wie möglich umzusetzen, indem ich wilde Kräuter, wie den Löwenzahn, in allerlei Gerichten mit einbaue. Löwenzahnblätter samt Wurzelansatz esse ich nicht nur als „Zigori-Salat“, sondern mixe ihn morgens gerne zu einem Smoothie, zusammen mit Apfel, Banane, Wasser und Zitronensaft.

Es gibt auch mal eine „Frittata“, Gemüsestrudel oder Ravioli mit frischem oder angebratenem Löwenzahn.

Wieso nicht mal gegrillter oder angebratener Löwenzahn, statt Radicchio als gesunde Beilage oder ein Brot und einen Kuchen mit Löwenzahn backen?

Die Knospen sind roh, angebraten oder eingelegt einfach köstlich. Die Blüten sind eine wunderbare essbare Dekoration und die Samen sind auch essbar, so wie es die Brennnesselsamen sind.

Frische Löwenzahnwurzeln dünste ich gern in wenig gutem Öl alleine oder mit anderem Gemüse.

 

Mein Tipp:

Gesunder selbst gemachter Löwenzahnwurzel-Essig:

  • saubere Wurzeln kleingeschnitten
  • zusammen mit gutem Natur-Apfelessig
  • 2 Wochen ziehen lassen und abseihen.

Täglich über 2-3 Wochen lang morgens auf nüchternen Magen 1 Teelöffel verdünnt mit 1 Glas Wasser getrunken, ist das eine perfekte Leberkur, nicht nur im Frühling.

Dieser Essig kann natürlich auch in der Küche verwendet werden. Die Bitterstoffe im Essig regen die Verdauungssäfte an und wir nehmen Vitamine und Mineralstoffe unserer Mahlzeiten besser auf.

Nicht zu vergessen den Wurzelkaffee:

  • getrocknete zerkleinerte Löwenzahnwurzeln werden geröstet,
  • gemahlen und
  • dann aufbrühen wie Filterkaffee,
  • 5 Minuten ziehen lassen und du hast einen Blümchenkaffee, ganz ohne Koffein.

 

Eure Alexia Zöggeler

 

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