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Räuchern aus schamanischer Sicht

In allen Kulturkreisen der Welt existiert das Räuchern. Alle nativen HeilerInnen nutzen und nutzten den Rauch zum Heilen, zum Segnen und zur Kommunikation mit der feinstofflichen Welt.
Das ist auch kein Wunder. Der Rauch der Pflanzen, ihrer Hölzer, Samen, Blüten, Blätter, Wurzeln, Harze und Rinden setzen zusätzlich zu den stofflichen Inhalten, wie den ätherischen Ölen, ihren geistgen Aspekt frei. Damit ist weit mehr möglich als es die stoffliche Wirkung vermag.

Foto: Pixabay

Der Rauch selber reinigt die Athmosphäre von verdichteter und verunreinigter Energie. Er vermag sie aufzunehmen wie ein Schwamm und wieder zu transformieren.

Wir alle kennen das Gefühl , nach dem Aufenthalt in überfüllten Räumen wie Einkaufszentren, müde und ausgelaugt zu Hause anzukommen.

Oder nach einem Streit von zwei Menschen, der uns eigentlich gar nicht betroffen hat, müde, kraftlos uns traurig zu sein.

Ohne Grund also. Scheinbar!

Denn was ist geschehen? Wir haben Energie von diesen Situationen in unserem Energiefeld aufgenommen.

Wenn wir jetzt räuchern, können wir diese Verschmutzungen wegnehmen und wir fühlen uns befreit und wieder leicht. Neue Energie durchströmt uns. 

Bei Orten und Plätzen, Gebäude, Autos und Räume ist es ähnlich. Bestimmte Situationen setzen sich dort fest und belasten den Aufenthalt dort. Auch da wirken regelmässiges Räuchern energetisch reinigend.

Das ist eine der vielen Wirkungen der Räucherung, sagen wir mal, eine allgemeine Wirkung.

Was aber noch dazu kommt, ist die ganz spezifische Kraft des Krautes, der Pflanze… Sie kommuniziert auf ihre ganz eigene Weise mit dem geistigen Aspekt, des mit dem Rauch in Berührung kommenden. Verstärkt wird dies durch die bewusste Kommunikation des Räuchernden, der Heilerin oder Schamanin, und durch seine oder ihre Intention.

Das heisst, dass die Absicht und die Haltung der Heilerin einen ganz grossen Einfluss auf die Wirkung der Räucherung hat.

Foto: Pixabay

 

Die absichtvolle Kommunikation, zum Beispiel mit der Angelikapflanze, die ich gerade verräuchere, lässt die Wirkung wesentlich ganzheitlicher, präziser und effektiver ausfallen.

Es wird eine Interaktion daraus.

Als Schamanin lasse ich mich von diesem mächtigen Pflanzengeist führen und leiten, erreiche damit verschiedste Ebenen, eben die,  die jetzt in dieser Situation der Bearbeitung bedürfen. 

Dies geht weit über eine blosse Reinigung hinaus, dass ist schon geistige Heilarbeit mit Pflanzenverbündeten.

Dabei können Situationen gelöst werden, die sonst keiner Lösung zugänglich gewesen wären. Diese Interaktion mit dem Pflanzengeist ist nicht zu unterschätzen.

Manchmal sind dabei auch kleinere und grössere Wunder möglich.

Foto: Pixabay

 

Angelika

Apropo Angelika, die Erzengelwurz, ist eine meiner liebsten Räucherungen.  Olfaktorisch nicht immer ein Hochgenuss, bringt sie Licht in alle Ecken und verborgenen Orte. Bringt ans Licht, was ins Licht will… im wortwörtlichen wie auch im übertragenen Sinne.

Eine unschätzbare Verbündete in der Sterbebegleitung und auch danach.

Aber auch nach der Geburt hält die Wurzel der Angelika das Umfeld des Babys sauber. Dazu wird einfach die Wurzel in die Nähe des kleinen Erdenbürger gelegt, mit der Bitte, das Umfeld rein zu halten.

 

Meisterwurz

Die Meisterwurz, ihr Verwandter, sammelt alles Ver-und Zerstreute ein, alles, was zu mir gehört, wird wieder zurückgebracht. Sie  fokussiert und lässt einen wieder kraftvoll den eigenen Weg gehen. Seelenanteile, die nicht stabil im Energiefeld verankert sind, werden wieder zentriert und ausgerichtet.

Nach einer OP war ich sehr zerstreut, wesensverändert, irgendwie nicht ich…. Der Rauch der Meisterwurz hat binnen Sekunden geholfen… War das eine Wohltat.

 

Wacholder

Foto: pixabay

Wachholder schützt, macht wehrsam und klärt das Energiefeld. Nichts Schadhaftes durchdringt so leicht den Wachholderrauch.

 

Beifuss

Beifuss… ebenfalls nicht die aromatischte Pflanze. Es gibt echt Räucherungen, die besser riechen, aber unschlagbar, um Altes, nicht mehr Gebrauchtes zu transformieren und Neues entstehen zu lassen. Sie segnet, ebnet den Weg für Neues und bringt uns wieder mit den eigenen Kräften in Kontakt. Als Genitalräucherung bringt sie Wärme und Lebenskraft in den Unterleib. Neues Leben, egal in welcher Form kann entstehen.

Das ist jetzt nur ein kleiner Abriss von einem riesengroßen Thema, aber vielleicht konnte ich euch ein bisschen inspirieren und Lust machen, auch einmal abseits der stofflichen Welt hinzuschauen. 

 

Bloggerin, Kräuterkundige und Krankenpflegerin
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