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Verspannt? Die Wacholder-Salbe hilft

Viele von uns kennen den Wacholder bestimmt von den würzigen Beeren, die so manches Gericht verfeinern! Der Wacholderstrauch wird auch schon mal „Zypresse des Nordens“ genannt und man findet ihn auch noch wildwachsend in vielen Regionen. Teilweise gibt es noch richtige Wacholderheiden, die wahre Naturschätze sind!

 

Bild aus Pixabay

 

Alleine die vielen Namen, unter denen der Wacholder bekannt ist, zeigt dass er in vielen Regionen bekannt war. So nennt man ihn teilweise Kranawitt, Jachelbeerstrauch, Krammetsbaum, Quickholder, Räucherstrauch, Reckholder, Wachulder oder auch Weihrauchbaum! Ich finde diese Bezeichnungen immer sehr spannend und sagen oft schon viel über die Pflanze aus.

Dem Wacholder werden viele Kräfte zugesprochen, so werden die Beeren nicht nur zum Kochen verwendet, sondern auch zum Räuchern. Auch die Zweige werden dazu verwenden und gelten als schützende Kraft für Haus und Hof. In den letzten Jahren zog der Wacholder auch wieder mehr Aufmerksamkeit auf sich und zwar in Alkoholischer Form des bekannten Gins! Daneben kann man ihn aber auch äußerlich für Einreibungen oder für Salben verwenden.

 

Inhaltsstoffe des Wacholders

Hauptsächlich werden die Beeren für medizinische Zwecke verwendet. Denn sie sind kleine Kraftpakete, in denen einiges an ätherischem Öl (Menthol, α-Pinen, Sabinen, Myrcen, Kampfer) drinnen steckt. Ansonsten findet man noch Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe uvm.

 

Foto: Doris Kern

 

Wirkung des Wacholders

Die Wacholdersalbe soll besonders bei Muskelschmerzen, Rückenschmerzen und verspanntem Nacken helfen. Aber auch bei Rheuma und Arthritis wird sie gerne verwendet. Es sind die entzündungshemmenden, durchblutungsfördernde und schmerzlindernden Stoffe, die hier für eine Heilung sorgen. Auch bei Menstruationsbeschwerden tut eine Einreibung von Bauch und unterem Rücken sehr wohl. Kalte Füße werden wieder gut durchblutet und sind nicht mehr ganz so kalt. Nur in der Schwangerschaft muss auf das Wacholderöl und besonders auf das ätherische Wacholderöl verzichtet werden.

 

Herstellung der Wacholder-Salbe

Um die Salbe herzustellen, wird zunächst ein Ölmazerat hergestellt, dazu benötigt man

  • 2 EL Wacholderbeeren
  • 50ml Olivenöl
  • Alkohol zum Desinfizieren

Wasserbad Ölauszug. Foto: Doris Kern

 

Die Wacholderbeeren im Mörser leicht anstoßen und in ein vorher desinfiziertes, feuerfestes Glas geben.
Mit dem Öl übergießen und im Wasserbad für etwa 1 h bei etwa 60-70 Grad ausziehen lassen.
Anschließend abseihen.

 

Für die Salbe werden benötigt:

  • 35 g Wacholder Ölauszug
  • 10g Johanniskrautöl
  • 5g Bienenwachs oder ein anderes Wachs
  • Ätherische Öle (optional)
    • 5 Tropfen ätherisches Wacholderöl (um die Wirkung zu verstärken)
    • 5 Tropfen Rosmarin CT Cineol
    • 5 Tropfen Lavendel fein
  • Tiegel zum Abfüllen
  • Alkohol zum Desinfizieren

Wer möchte kann auch einige Tropfen Wacholdertinktur hinzufügen, falls man eine zur Hand hat.

 

Zunächst alle Tiegel/Behälter gut desinfizieren.
Das Wacholderöl, Johanniskrautöl und Bienenwachs abwiegen und in ein feuerfestes Glas geben.
Im Wasserbad erwärmen, bis das Bienenwachs geschmolzen ist.
Vom Herd nehmen und mit einem Spatel oder Löffel auf Handtemperatur rühren.
Falls gewünscht, noch die ätherischen Öle untermischen und wieder gut verrühren.
Anschließend in den Tiegel füllen und vollständig auskühlen lassen, erst dann verschließen.

Foto: Doris Kern

 

Viel Freude beim Ausprobieren dieser wertvollen Salbe!

Alles Liebe,

eure Doris

 

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