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Die Aromatherapie in Südtirol und Aroma Botanica

Es ist schon ein Riesending, was Doris Karadar vom Bioparadies da mit ihrem Team auf die Füße gestellt hat: der erste Aromakongress in Südtirol, die Aromabotanica. Am kommenden Wochenende ist es soweit!
Die Referentenliste liest sich wie das “who is who” der Aromatherapie und mir ist echt schleierhaft, wie Doris es  geschafft hat, alle herzulocken.

Ich finde ja, dass dieser Kongress ein wichtiger Moment in der Geschichte der Südtiroler Aromatherapie ist. Vielleicht sogar mehr, als es sich jetzt erahnen lässt.

Flyer von Aroma Botanica

 

Die Geschichte der Aromatherapie in Südtirol – ein kurzer Rückblick

Die Aromatherapie ist ein relativ junger Zweig in der Südtiroler Naturheilkunde – zumindest für die Allgemeinheit. Ich kann mich noch gut an meine Anfänge erinnern: Ich war 1992 noch Krankenpflegeschülerin, als mich die duftenden Essenzen in den Bann gezogen haben. Aus dieser Zeit habe ich sogar noch ein äth. Sandelholzöl und ein äth. Vetiveröl, von Tautropfen. So einfach kam man damals nämllich nicht an hochwertige Öle.

Susanne Fischer-Rizzi und Ingeborg Stadelmann eröffneten mir mit ihren wunderbaren Büchern eine heilkräftige Welt, in die ich immer tiefer eintauchte und die mich – genauso wie die Kräuter – nie mehr losließ. Bis heute! 

Foto: Pixabay

Junger Zweig hin oder her, das ätherische Latschenkieferöl und das der Zirbe ist ein traditioneller Bestandteil der heimischen Volksheilkunde. Es wird seit über 100 Jahren in unseren Bergen von Wanderbrennereien hergestellt. Auch heute noch stammt das beste ätherische Öl von der Latsche aus unseren mittlerweilen seßhaften Destilleriebetrieben.

Also, es gehörte es zu unserer Volksheilkunde und doch tat sich die Aromatherapie hier schwer, ernstgenommen zu werden. 

Irgendwie schaffte sie es bis vor ca. 5 Jahren einfach nicht richtig – außer im Bereich der Hebammen – im schulmedizinischen Bereich Fuß zu fassen. Trotz ausgezeichneter Ergebnisse einzelner. Ich selber wandte sie ab 1999 als Krankenpflegerin im psychiatrischen Bereich an, ebenfalls mit teils verblüffenden Erfolgen. So wie Zuhause bei meinen Kindern.

Oft ersparten die duftenden Essenzen uns den Ausbruch von Erkrankungen oder sorgten dafür, dass es nicht allzu schlimm wurde. Leider war die Zeit im Gesundheitssystem noch nicht reif und die Widerstände waren einfach noch zu hoch. Und doch: Die Erfolge waren da und wie es der Zufall so will, erinnern sich später bewusst oder unbewusst EntscheidungsträgerInnen an die Wirksamkeit der ätherischen Öle, erlebten vielleicht selbst die wohltuende Wirkung und führten die Aromapflege im Südtiroler Gesundheitswesen ein.

Foto: Pixabay

 

Aromatherapie in der Gegenwart

Inzwischen hat sich viel getan;  im deutschen Sprachraum fingen immer mehr ambitionierte Menschen, ForscherInnen und Begeisterte aus verschiedensten Sparten an, sich intensiv mit den pflanzlichen Wirkstoffen, den ätherischen Ölen, zu beschäftigen.

Sie lernten von den Franzosen, bei denen dieser Zweig der Pflanzenheilkunde bis heute fest in der Kultur und Heilkunde verankert ist, aber auch von den Engländern, und fingen im deutschen Sprachrraum an, eine neue aromatherapeutische Kultur zu schaffen.

Es wurde geforscht, neue Erkenntnisse gewonnen, in vielen Bereichen eingesetzt und die Erfahrungen daraus professionell verwertet und auf eine hohes Niveau gebracht. Besonders in der Krankenpflege und Gesundheitsvorsorge werden die ätherischen Öle erfolgreich verwendet. Richtlinien wurden ausgearbeitet, die Sicherheit an die erste Stelle gestellt und die Aromapflege als eigener Bereich geschaffen.

So, und jetzt macht die Powerfrau Doris, selbt eine versierte Aromafachfrau, den ersten Aromakongress in Südtirol und wen lädt sie dazu ein?

 

Die Referentinnen von Aroma Botanica

Genau eine Vielzahl von diesen engagierten PionierInnen:

  • Die wunderbare Aromaexpertin Eliane Zimmermann, die soviel Wert auf Verifizierbarkeit, Wissenschaftlichkeit und praktische Umsetzbarkeit legt
  • Die Aromaexpertin Sabrina Herber, die wissenschaftliche Erkenntnisse gekonnt auf die Praxis  runterbricht.
  • Die  erfahrene Inge-Lores Andres, eine Aromafachfrauen der ersten Stunde, die uns etwas über die Resilienz und Duft erzählen wird.
  • Den Duftforscher Prof. Dr. Dr. Dr. Hanns Hatt, der Verblüffendes über die Wirkung von Duft auf unseren Zellen feststellte, bahnbrechende Forschungen über ätherische Öle veröffentlichte.
  • den Aromaexperten und Osmologen Martin Henglein, der den Zugang zum Einsatz der Düfte noch einmal ganz anders aufrollte
  • Die Wickelfachfrau und Aromaexpertin Ursula Uhlemayer
  • Anke Brüchert von der Destillierkunstschule, die auch die Wanderausstellung Opus Mulierum (siehe letzten Blogbeitrag) mitbringt.
  • Auch die Südtiroler Kräuterfrau und Buchautorin Sigrid Thaler-Rizzoli ist dabei und wird von der Zirbe berichten.

Die Referentinnen von Aroma Botanica auf einen Blick

Ich habe sie jetzt nicht alle  aufgezählt, ein paar Überraschungen sollte es schon noch geben. Es ist schon sehr beeindruckend welches Niveau auf dieser Tagung zu erwarten ist.

 

Doris Karadar und Aroma Botanica

Ich freue mich auf jeden Fall auf diesen Kongress und hoffe dass er nicht der letzte dieser Art ist. Aber so wie ich Doris kenne, ist das nur der Anfang. Sie ist eine Eisbrecherin, die mit Elan und Energie Projekte beginnt, die für andere oft gar nicht vorstellbar sind, geschweige denn realisierbar.

In den letzten Gesprächen, die ich mit Doris Karadar  führte, betonte sie immer wieder, dass sie den Kongress für die Südtiroler Aroma- und Kräuterwelt geschaffen hat. Sozusagen ein Geschenk zum 30-jährigen Jubiläum ihrer Drogerie und ihres Biofachhandels, dem Bioparadieses in Eppan.

Ich glaube, von ihr gehört zu haben, dass sogar noch ein paar Plätze frei sind. Auszahlen tut es sich allemal. Wann haben wir denn sonst in Südtirol, die Gelegenheit soviel Fachkompetenz zu treffen?

Vielleicht sehen wir uns ja dort?

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