DAS Kraut für unsere stressige Zeit

Heute stelle ich euch die Spezialistin für stressige Verhältnisse vor: die Rosenwurz. Sie verträgt nicht nur Stress, sie kann ihn auch vetreiben, hilft bei Überbelastung und kann  die  Leistungsfähigkeit fördern.

Die Rosenwurz kann uns bei Überarbeitung, Erschöpfungszuständen, Müdigkeit und Antriebslosigkeit unterstützen. Ich lege jedoch Wert auf das Wörtchen “unterstützen”, weil wir ja auch mal auf unseren Körper hören und schauen sollen. Dabei können wir  unsere Bedürfnisse nach Ruhe und Auszeiten nicht ständig ignorieren.

Rhodiola mit Knospenanlage. Foto: Karin Raffeiner

Heute wird in der Schweiz, in Russland und Schweden die Pflanze wissenschaftlich untersucht. Klinische Studien bestätigen die unterstützende Wirkung bei Erschöpfungskrankheiten wie Burn-Out sowie Depressionen. Doch bereits die Wikinger und alten sibirischen Völker nützten die Kraft dieses Wurzelstocks in der Volksheilkunde.

Die “Rhodiola rosea” ist ein saftreiches Dickblattgewächs. Den Namen hat die Pflanze aus dem griechischen rhodon= Rose, weil der angeschnittene Wurzelstock so gut riecht.

Es enthält folgende Inhaltsstoffe:
  • Phenylpropanderivate: Rosavin, Rosin und Rosarin (so genannte Rosavine)
  • Phenylethylderivate: Salidrosid (Rhodiolosid), p-Tyrosol
  • Flavonoide: Rodiolin, Rodionin, Rodiosin, Acetylrodalgin, Tricin
  • Monoterpene: Rosiridol, Rosaridin
  • Triterpene: Daucosterol, β-Sitosterol
  • Phenolsäuren: Chlorogen-, Hydroxyzimt- und Gallussäuren

Die Pflanze finden wir im nördlichen Polarkreis, in den höheren Bergregionen Asiens, Nordamerikas und Europas, somit auch bei uns.  Sie hält extremen Standorten und zähen Witterungsbedingungen stand und zeigt somit ihre Widerstandskraft und  Belastbarkeit, was sich in ihrer Wirkung niederschlägt.

Rosenwurz kann in Tablettenform, pulverisiert in Kapselform oder in einer Tinktur angesetzt eingenommen werden. So oder so, es wird empfohlen, ein Präparat aus Rosenwurz über mehrere Monate einzunehmen. Die Pflanze macht nicht abhängig und stärkt in einfachen Worten Körper, Geist und Seele.

Ich habe eine Rosenwurz-Tinktur angesetzt. Hier mein Rezept:

Frisch angesetzt. Foto: Maria Teresa Bortoluzzi

Rosenwurz-Tinktur

Zutaten:

  • brauchbares Wurzelfleisch heraus schneiden.
  • 95% iger Alkohol

Wurzel der Rosenwurz. Foto: Maria Teresa Bortoluzzi

Zubereitung:

Von dieser Wurzel habe ich 15 g brauchbares Wurzelfleisch bekommen. Immer wenn es sich um Wurzeln handelt, nehme ich 95%-igen Alkohol und setzte es damit in 150 ml an.

Bei Zimmertemperatur und von der Sonne geschützt 1 Monat stehen lassen. Täglich aufschütten, um die Inhaltsstoffe besser herauszulösen.

Nach einem Monat abseihen, mit 150 ml destilliertem  Wasser aufgießen, in Braunglas abfüllen.

Beim Verarbeiten verströmt wahrlich ein Rosenduft, der einem Rosenparfüm gleichkommt. Die Wurzel hat die Farbe und Konsistenz wie weicher Kork. 

Ich bin total begeistert

Die Wurzel zerkleinern. Foto: Maria Teresa Bortoluzzi

Einnahme:

Ich empfehle 20 Tropfen mittags und abends in ein Glas Wasser zu geben und verdünnt einzunehmen.

Die zerkleinerten Wurzeln können auch getrocknet und pulverisiert werden und morgens in Pulverform 1/2 Teelöffel eingenommen werden.

Gastbloggerin Maria Teresa Bortoluzzi beschäftigt sich seit Jahren mit Anbau, Anwendung und Weitergabe rund um das Thema Kräuter. Weitere Infos zu ihrer Person findet ihr hier.

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