Die Wintersonnenwende steht bevor

Mutternacht wird sie auch mancherorts genannt…und das zu Recht. Wird doch in dieser dunklen Nacht aus dem Schoß der Dunkelheit der Lichtfunke geboren. Es ist eine heilige Zeit, die uns hin spüren zu uns selbst und in uns den eigenen Lichtfunken fühlen lässt. Ohne die Ablenkung durch allzu viele Aktivitäten.

So wäre es, wenn wir noch im Einklang mit den uralten Rythmen leben würden. Paradoxerweise ist die Weihnachtszeit mittlerweile zu einer lärmenden Veranstaltung geworden, ganz so, als ob man dem zu sich selbst Hinwenden entfliehen wolle. Aber das nützt nicht viel. Entweder man spürt mit Liebe in sich hinein, oder es zwingt einem schmerzlich dazu, sich einem selbst zuzuwenden.
Allerhöchstens kann man die Flucht noch in einer ordentlichen Portion Glühwein suchen, aber der Kater am anderen Morgen macht es auch nicht besser.

 

Das eigene Licht will scheinen und die Dunkelheit der Stille würde die Hindernisse, die wir uns auferlegt haben, aufzeigen.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Gott sei Dank nicht immer so viel Zeit dazu braucht. Es genügen ein paar bewusste Momente, in der wir diese Zeitqualität auf uns wirken lassen.

Für euch habe ich hier ein Ritual, das ihr vielleicht in der Mutternacht am 21.12. machen könnt. Solltet ihr an diesem Tag nicht können, so ist das auch nicht weiter schlimm, die Zeitqualität erstreckt sich über mehrere Tage.

 

Für dieses Ritual braucht es:
– eine Kerze
– Zündhölzer
– eventuell etwas zum Schreiben, vielleicht habt ihr sogar ein Notizbuch, wo solche kostbaren Erkenntnisse eingetragen werden können;
– und eventuell Räucherwerk deiner Wahl.

 

Und so wird es gemacht:
Du suchst einen ruhigen Moment und einen ruhigen Platz, an dem du von einer halben Stunde bis zu einer Stunde ungestört sein und verdunkeln kannst. Oder – wenn im Freien – suche ihn warm eingepackt auf, wenn es schon dunkel ist.
Vielleicht magst du auch etwas räuchern? Beifuß, Fichtennadeln, Wacholder und/oder Weihrauch passen gut dazu. Lass dich einfach von deiner Intuition leiten, was es für dich jetzt braucht.

 

Zünde zuerst die Räucherkohle in einem feuerfesten Gefäß an, warte, bis sich eine Ascheschicht bildet und lege danach das Räucherwerk drauf.
Nun richte die Zündhölzer und die Kerze griffbereit neben dich und lösche das Licht.

Setz dich bequem hin, schließe die Augen und lass dich auf die samtene Dunkelheit ein: Was will sich in dieser Zeit zeigen? Was fühlst du? Was schmerzt? Was möchte gelebt werden? Was ist deine Sehnsucht? Was möchtest du eigentlich? Was möchte mehr gelebt werden? Oder was wird schon gelebt, das dir viel Freude macht? Das ist dein inneres Licht, das im nächsten Jahreszyklus sich zeigen möchte. Dann überlege, was es dazu braucht, um es in der alltäglichen Wirklichkeit zu manifestieren.

Wenn du es ganz klar vor deinem inneren Auge hast, dann zünde die Kerze symbolisch für dein inneres Licht an. Möge dieses Licht, dich führen, leiten und begleiten, Wärme schenken und Kraft spenden.
Möge es grösser werden, auf dass es auch anderen Menschen zugute kommt.
Wenn du magst, kannst du jetzt deine Gedanken und Gefühle aufschreiben. So kannst du immer wieder nachlesen, was dich im neuen Jahreszyklus leitet.

Bloggerin, Kräuterkundige und Krankenpflegerin
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