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Fuchsbandwurm – was sagt ihr dazu?

Ich habe mich entschieden, keine Angst vor dem Fuchsbandwurm zu haben und weiterhin Schwarz- und Preisel- oder Walderdbeeren frisch von der Staude zu naschen sowie Salat aus Wildkräutern zu essen. Die Informationen in den Medien finde ich etwas einseitig und schwach recherchiert. Lest hier Ausschnitte aus einem etwas umfangreicheren Artikel von heilpflanzen-info.ch und schreibt uns eure Meinung!

Foto: Pixabay

lm Entwicklungskreislauf des Kleinen Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) sind wir Menschen ein Fehlzwischenwirt. Der Mensch nimmt die Bandwurmeier über den Mund auf. Via Magen und Darm gelangt die Larve in den Blutkreislauf und die Leber. Zu mehr als 99 Prozent setzen sich die Larven dort fest, es entwickelt sich ein tumorähnliches Gebilde

So ein Experte, der meint, es können auch Lunge und Gehirn befallen werden und die Krankheit viele Jahre unbemerkt bleiben, weil es an Frühsymptomen mangelt.

“Oft wird sie per Zufall entdeckt, wenn die Leute einen Check-up machen lassen.“ Früher endeten 90 Prozent der Erkrankungsfälle tödlich, „heute können wir 90 Prozent der Patienten gut helfen, aber die Behandlung gehört unbedingt in eine erfahrene Hand“, betont Grüner. Medikamente halten das Tumorwachstum auf, ganz abtöten können sie den Erreger aber nicht. Sie müssen deshalb lebenslang eingenommen werden.
„Ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Waldfrüchten und einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm lässt sich nicht herleiten“, erklärt er.  Nicht einmal Jäger oder Forstarbeiter gehörten zu den speziell gefährdeten Personen.
Das größte Risiko sieht Professor Kern ohnehin nicht im Fuchs sondern im Hund – vorausgesetzt er bekommt gelegentlich eine Maus zu fassen. Denn kleine Nagetiere sind der perfekte Zwischenwirt für den Kleinen Fuchsbandwurm. Frisst der Hund eine infizierte Maus, wird er zum Endwirt, wodurch sich der Entwicklungskreislauf schließt.
Fuchsbandwurmeier, die der Hund mit dem Kot ausscheidet und die im Fell haften, können über die streichelnde Hand, die unbedacht zum Mund geführt wird, durch den Menschen aufgenommen werden. Ein einmaliger Kontakt genüge jedoch nicht, so Kern. Entscheidend für die Infektion sei das „lange bestehende, enge Zusammenleben“ von Mensch und Hund. Auch Katzen können Endwirt sein, wenn auch kein idealer: „Der Fuchsbandwurm geht im Katzendarm schlecht an.“
Der oft vertretenen These, dass Landwirte zur gefährdeten Gruppe zählen, weil sie bei der Feldarbeit mit dem aufgewirbelten Staub auch Fuchsbandwurmeier einatmeten, steht Kern skeptisch gegenüber. „Zu einem Bauernhof gehört in der Regel auch ein Hund“, erläutert er – und damit schließt sich für ihn der Kreis. Er empfiehlt daher, Hunde „alle drei Monate zu entwurmen“. Nach dem Kontakt mit dem Tier, hauptsächlich vor dem Essen, seien die Hände waschen.
Noch gibt es zahlreiche Unklarheiten, sowohl zum Übertragungsweg als auch zur für den Menschen riskanten Dosis. Auch begünstigende genetische Faktoren werden diskutiert. Gewiss scheint: Die Betroffenen müssen über einen längeren Zeitraum immer wieder mit den Eiern des Fuchsbandwurms in Kontakt kommen, damit die Krankheit auch ausbricht. Und die Abwehrkräfte spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. „Es ist wie bei fast jeder Infektionskrankheit“, erklärt Grüner, „meist schafft es das Immunsystem, den Erreger zu eliminieren.“
Steffen G. Fleischhauer, Diplom-Ingenieur für Landschaftsplanung und Lehrbeauftragter für „Essbare Wildpflanzen“, gibt zu bedenken, dass er Füchse viel häufiger auf Feldern sieht als im Wald. „Wer ganz sicher gehen will, müsste dann eigentlich auch Erdbeeren abkochen.”
Quelle: heilpflanzen.ch

Folglich sollte man dann auch keinen Salat und anderes bodennahes Gemüse, auch wenn es im Geschäft gekauft ist, roh essen, denn es kommt auch von Feldern, in denen der Fuchs herumgestreift ist!

Zum Abschluss noch etwas Statistik von Onlineportal des sfr:

Trotzdem bleibt die Fuchsbandwurm-Krankheit sehr selten: Das Risiko einer Infektion ist vergleichbar mit der Gefahr, auf einem Fussgängerstreifen zu sterben (20 Fälle im Jahr 2015) und etwa 24 Mal geringer, als sich als Fussgänger im Strassenverkehr schwer zu verletzen (600 Fälle 2015). 
Quelle: srf

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