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Die Reisigl-Salbe vom alten Matscher Pfarrer

Kürzlich bekam ich vom Kräuter-Hubert aus Glurns, ein Urgestein des Oberen Vinschgau, ein Tegelchen Reisigl-Salbe. Pfarrer Anton Reisigl ist älteren Vinschgern noch ein Begriff, er war von 1924 bis 1961 Pfarrer von Matsch und bekannt für sein umfangreiches Wissen. Er konnte Krankheiten heilen und den Teufel in den Berg bannen. Seine Rezepte konnten aufgeschrieben werden und sind als Heftchen bei der Bäuerinnenorganisation Matsch zu erwerben.

Der Glurner Hubert Prieth und unsere Kräuterfrau Helene Schwarz haben vor einigen Jahren die recht aufwendige Reisigl-Salbe ausprobiert und seither ob ihres Erfolges bei Wunden und Hautreizungen immer wieder in kleinen Mengen hergestellt und weitergegeben.

Hier nun das Rezept, wie es im Büchlein steht. Das „Minium“ lassen sie allerdings weg. Das ist eine Aluminiumverbindung, die heute in der Heilkunde nicht mehr verwendet wird.

 

5 Antworten auf Die Reisigl-Salbe vom alten Matscher Pfarrer

  • Guten Morgen,
    Da habe ich gleich ein paar Fragen:
    Sind mit den weißen Rügen Pastinaken gemeint?
    Was ist unter einem Würfel Krampfer zu verstehen?
    Und was ist Ziegenunschlitt?
    Vor ab schon mal vielen Dank für die Hilfe
    Steffi

  • Den Ziegenunschlitt verstehe ich nicht ganz 😊 .Ansonsten klingt es sehr interessant. Wie erreicht man die Bäuerinnen in Matsch? Ich hätte dieses Heftchen gerne!

    • Hallo! Also Ziegenunschlitt ist Ziegenfett. Es wird aus dem Fett des Ziegenfleisches gewonnen. Das Fett in kleine Stücke schneiden und langsam in einer Pfanne erhitzen. So tritt der Unschlitt, oder auch Inschlt genannt, aus. Diesen dann abseihen und erkalten lassen. Dann wird er fest.

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