Frühlingsbote Haselkätzchen

Bei uns heißen die Haselkätzchen „Würstlen“, goldgelb hängen sie schon seit einigen Tagen von den Haselsträuchern und kündigen den Frühling an!

Schon bei den Germanen und Kelten war die Hasel hoch geschätzt. Sie galt als Baum des Wissens und bot außerdem Schutz vor bösen Mächten, Blitzschlag und Krankheiten. Aus den Zweigen des Strauchs wurden und werden auch heute noch Wünschelruten geschnitten, mit denen Wasseradern sowie Erdstrahlen festgestellt werden können.

Von AnRo0002 – Eigenes Werk, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65392965

 

Der Haselstrauch gehört für mich zu einem der wertvollsten Sträucher und sollte in jedem Garten stehen. Keine Wildpflanze mag uns dermaßen sättigen und nähren, wie die kleinen Energiebomben, die Haselnüsse. Aber nicht nur die Nüsse, auch die Blätter und „Würstln“ – die Haselkätzchen – tun uns gut. Genau jetzt ist es an der Zeit, Haselkätzchen zu sammeln und frisch zu verarbeiten oder zu trocknen.

Um den Organismus bei einer Grippe, Fieber und Husten zu unterstützen, bereite ich einen Tee aus den Haselkätzchen. Dieser wirkt schweißtreibend, stoffwechselanregend und ist auch für eine Frühjahrskur geeignet. Den Tee mit einem Esslöffel Blüten auf 250 ml kochendes Wasser zubereiten und nach 15 Minuten abseihen. Ich trinke ihn täglich, solange der Strauch in meinem Garten noch goldige Kätzchen hat und Regen oder gar wieder Schnee mich daran hindern.

 

 

Von Algirdas – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1795405

Getrocknete und gemahlene Haselkätzchen kann man zum Strecken von Getreidemehl verwenden. Werde ich demnächst versuchen!

Die „Würstln“ sind übrigens die männlichen Blüten, die weiblichen sind die ganz kleinen roten!

 

 

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